Schwitzen ist der Weg des Körpers, sein Wärmegleichgewicht zu halten. Bei manchen Menschen erreicht das Schwitzen jedoch ein Maß, das den Alltag erschwert — unabhängig von der Umgebung und von körperlicher Betätigung. Dieses Bild heißt Hyperhidrose.
Es ist nicht bloß eine Frage des Komforts: mit Folgen wie durchnässter Kleidung, einem rutschenden Stift und dem Vermeiden des Händedrucks kann es das soziale und berufliche Leben beeinflussen.
Es gibt zwei Formen
| Primär | Sekundär | |
|---|---|---|
| Beginn | Meist in der Pubertät oder davor | In jedem Alter, später im Leben |
| Lokalisation | Achseln, Handflächen, Fußsohlen, Stirn — meist symmetrisch | Ausgedehnt, am ganzen Körper |
| Im Schlaf | Hört in der Regel auf | Kann anhalten, mit Nachtschweiß |
| Ursache | Keine erkennbare Erkrankung; Familiengeschichte häufig | Eine Grunderkrankung oder ein Medikament liegt vor |
Bei Nachtschweiß, Gewichtsverlust, Fieber und ausgedehntem Schwitzen muss zuerst die zugrunde liegende Ursache untersucht werden. Schilddrüsenerkrankungen, bestimmte hormonelle Bilder, Infektionen und manche Medikamente können ein sekundäres Schwitzen verursachen.
Ein stufenweises Vorgehen
Die Behandlung geht Schritt für Schritt vor und beginnt mit dem am wenigsten eingreifenden Verfahren.
1. Anwendungen auf der Haut
Starke, aluminiumsalzhaltige Antitranspirantien aus der Apotheke sind die erste Stufe. Sie werden abends auf trockene Haut aufgetragen und morgens abgewaschen. Sie können reizen; die Häufigkeit der Anwendung wird entsprechend angepasst.
2. Anwendung von Botulinumtoxin
Sie verringert vorübergehend die Nervenübertragung, die die Schweißdrüsen anregt. In den Achseln wird sie verbreitet eingesetzt; sie kann auch an Händen und Füßen angewendet werden, doch ist die Anwendung dort schmerzhafter, und an der Hand kann eine vorübergehende Abnahme der Greifkraft auftreten.
- Die Wirkung setzt in der Regel innerhalb weniger Tage ein
- Die Dauer ist von Person zu Person verschieden und wird meist in Monaten gemessen
- Sie kann wiederholt werden, wenn die Wirkung nachlässt
- Es ist kein dauerhaftes Verfahren
3. Weitere Möglichkeiten
- Iontophorese: bei Schwitzen an Händen und Füßen, mit einem Gerät durchgeführt, das Wasser und schwachen Strom nutzt; erfordert regelmäßige Wiederholung
- Medikamente zum Einnehmen: nach ärztlicher Beurteilung und unter Beachtung der Nebenwirkungen
- Mikrowellen- und ähnliche energiebasierte Verfahren: für die Achseln
- Operation: die letzte Stufe; Entfernung der Schweißdrüsen der Achsel oder ein Eingriff am Nerv über den Brustraum. Bei letzterem kann an anderer Stelle ein kompensatorisches Schwitzen auftreten, weshalb die Entscheidung mit Bedacht getroffen wird
Im Alltag
- Baumwolle und atmungsaktive Stoffe
- Schweißaufnehmende Achselpads
- Feuchtigkeitsableitende Socken für die Füße und abwechselndes Tragen der Schuhe
- Das Wissen, dass scharfe Speisen, Koffein und Alkohol Auslöser sein können
Zu welchem Arzt?
Bei starkem Schwitzen dient die erste Beurteilung dem Ausschluss sekundärer Ursachen. Je nach Region und bevorzugtem Verfahren können Dermatologie, plastische Chirurgie oder Thoraxchirurgie am Vorgehen beteiligt sein.
Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche Beurteilung.
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BeratungsterminHäufig gestellte Fragen
Das ist möglich. Bei Nachtschweiß, Gewichtsverlust, Fieber und ausgedehntem Schwitzen wird zuerst die zugrunde liegende Ursache untersucht; Schilddrüsenerkrankungen und manche Medikamente können dieses Bild verursachen.
Die Dauer ist von Person zu Person verschieden und wird in Monaten gemessen. Es ist kein dauerhaftes Verfahren; die Anwendung kann wiederholt werden, wenn die Wirkung nachlässt.
Die Behandlung beginnt mit dem am wenigsten eingreifenden Verfahren: starke, aluminiumsalzhaltige Antitranspirantien sind die erste Stufe. Bleibt eine Wirkung aus, werden die weiteren Möglichkeiten der Reihe nach beurteilt.



