Bei körperformenden Eingriffen ist die Thrombose das Risiko, das am ernstesten genommen und am wenigsten besprochen wird. Die Vorbeugung ist einfach und beginnt am Operationstag.
Warum das Risiko hier höher ist
- Längere Operationsdauer, besonders bei Kombinationen
- Bauchlage oder wechselnde Lagerung
- Straffung der Bauchdecke erhöht den Druck im Bauchraum
- Eingeschränkte Beweglichkeit in den ersten Tagen
- Bei Anreise aus dem Ausland zusätzlich langes Sitzen bei Hin- und Rückreise
Die vier Bausteine
| Baustein | Wann |
|---|---|
| Kompressionsstrümpfe | Ab dem Operationstag, nach Vorgabe |
| Medikamentöse Prophylaxe | Nach Risikoeinschätzung, über festgelegte Tage |
| Frühe Bewegung | Erste kurze Wege am Operationstag |
| Ausreichend Flüssigkeit | Ab dem ersten Tag |
Bewegung ist keine Anstrengung
Gemeint sind kurze, begleitete Wege im Zimmer und auf dem Gang, mehrfach täglich — nicht Sport. Im Sitzen helfen Fußwippen und Zehenbewegungen. Ein ganzer Tag im Bett ist nach diesen Eingriffen keine Erholung, sondern ein Risiko.
Was das Risiko zusätzlich erhöht
- Rauchen
- Hormonelle Kontrazeptiva und Hormonersatz — Vorgehen wird individuell festgelegt
- Frühere Thrombose oder Lungenembolie
- Thromboseneigung in der Familie
- Deutliches Übergewicht
- Krebserkrankung in der Vorgeschichte
- Langstreckenflug kurz vor oder nach dem Eingriff
Jeder dieser Punkte gehört ins Vorgespräch. Er führt nicht zur Ablehnung, aber zu einer anderen Prophylaxe.
Warnzeichen — sofort ärztlich abklären
- Einseitiger Schmerz, Schwellung, Wärme oder Rötung der Wade oder des Oberschenkels
- Spannungsgefühl in einer Wade, das beim Gehen zunimmt
- Plötzliche Atemnot
- Stechender Brustschmerz, besonders beim Einatmen
- Schneller Puls ohne Anstrengung
- Bluthusten
- Plötzliche Schwäche oder Ohnmachtsneigung
Diese Anzeichen warten auf keinen Termin. Suchen Sie unabhängig von Ihrem Aufenthaltsort sofort eine Notaufnahme auf und nennen Sie den kürzlich erfolgten Eingriff.
Rückflug
Der Rückflug wird erst nach ärztlicher Freigabe empfohlen. Im Flugzeug: Kompressionsstrümpfe tragen, ausreichend trinken, stündlich aufstehen, Wadenmuskulatur regelmäßig bewegen, keinen Alkohol.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche Beurteilung. Aus rechtlichen Gründen werden auf dieser Website keine Preise, Honorare oder Aktionen genannt; den individuellen Plan besprechen wir im Gespräch.
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BeratungsterminHäufig gestellte Fragen
Längere Operationsdauer, wechselnde Lagerung, erhöhter Druck im Bauchraum nach einer Straffung, eingeschränkte Beweglichkeit in den ersten Tagen und bei Anreise aus dem Ausland zusätzlich langes Sitzen.
Kompressionsstrümpfe ab dem Operationstag, medikamentöse Prophylaxe nach Risikoeinschätzung, frühe kurze Wege mehrfach täglich und ausreichend Flüssigkeit.
Einseitiger Schmerz, Schwellung, Wärme oder Rötung von Wade oder Oberschenkel, plötzliche Atemnot, stechender Brustschmerz beim Einatmen, schneller Puls ohne Anstrengung, Bluthusten und plötzliche Schwäche.
