Eine chronische Erkrankung ist für sich genommen kein Hindernis für eine ästhetische Operation. Entscheidend ist, ob sie gut eingestellt ist. Die meisten ästhetischen Eingriffe sind planbar, sodass genügend Zeit für die Vorbereitung bleibt.
Hier ist zusammengefasst, was in den häufigsten Situationen vor der Operation beurteilt wird. Die Entscheidung ist stets individuell und fällt gemeinsam mit der Narkosebeurteilung.
Der gemeinsame Rahmen: Beurteilung vor der Operation
- Eine Liste aller eingenommenen Medikamente (ausführlich: Medikamente und pflanzliche Präparate vor der Operation)
- Eine aktuelle Beurteilung durch den behandelnden Arzt
- Die erforderlichen Labor- und Bildgebungsuntersuchungen
- Beurteilung und Freigabe durch die Anästhesie
- Wo und mit wem die Nachsorge fortgeführt wird
Einen Termin vor Abschluss dieser Schritte festzulegen beschleunigt nichts, sondern erhöht nur die Wahrscheinlichkeit einer kurzfristigen Verschiebung. Welche Unterlagen nötig sind: Unterlagen vor und nach dem Eingriff.
Häufige Situationen
| Situation | Vor der Operation erwartet | Warum |
|---|---|---|
| Bluthochdruck | Regelmäßige Einnahme und eingestellte Werte | Unbehandelter Hochdruck erhöht Blutungs- und Hämatomrisiko |
| Schilddrüsenerkrankung | Ausgeglichene Hormonwerte | Eine Entgleisung wirkt auf Herzrhythmus und Heilung |
| Schlafapnoe | Gesicherte Diagnose, Gerät mitbringen, falls genutzt | Erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Narkose und Schmerzmitteln möglich |
| Asthma | Keine kürzlichen Anfälle, Medikamente dabei | Atemwegsmanagement während der Operation |
| Herz- und Gefäßerkrankung | Stellungnahme des Facharztes zur Operationsfähigkeit | Zusätzliche Risiken vorab benennen |
| Thrombosen in der Vorgeschichte | Risikoeinschätzung und Vorbeugung planen | Senkung des Thromboserisikos nach der Operation |
Diabetes
Diabetes wird wegen Wundheilung und Infektionsrisiko gesondert betrachtet; der Blutzucker soll vor der Operation stabil sein. Am Beispiel der Bauchdeckenstraffung ausführlich: Bauchdeckenstraffung bei Diabetes.
Warum ist Schlafapnoe ein eigenes Thema?
Bei Schlafapnoe kann die Atmung empfindlicher auf Narkose- und Schmerzmittel reagieren. Ist die Diagnose gestellt und wird ein Gerät genutzt, soll es in die Klinik mitgebracht werden. Besteht keine Diagnose, aber lautes Schnarchen und ausgeprägte Tagesmüdigkeit, muss das vor der Operation angesprochen werden.
Wann wird verschoben?
- Wenn die Erkrankung nicht eingestellt werden konnte
- Bei kürzlichem Herzereignis, schwerer Infektion oder Anfall
- Wenn erforderliche Untersuchungen fehlen
- Wenn die Medikation gerade umgestellt wurde und ihre Wirkung noch nicht stabil ist
Eine Verschiebung ist kein Rückschlag, sondern Teil der Planung. Den Zeitpunkt wählen zu können ist in der ästhetischen Chirurgie der größte Sicherheitsvorteil.
Die Zeit nach der Operation
Bei chronischen Erkrankungen verläuft auch die Zeit danach etwas anders: Wann Medikamente wieder begonnen werden, wie oft gemessen wird und bei welchen Zeichen sofort Kontakt aufzunehmen ist, wird bei der Entlassung schriftlich festgehalten. Die Schmerztherapie wird mit Blick auf Wechselwirkungen geplant.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Beratung.
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BeratungsterminHäufig gestellte Fragen
Bei vielen Menschen mit medikamentös eingestelltem Blutdruck ist eine Operation planbar. Wichtig sind stabile Werte und die Freigabe durch die Anästhesie.
Wenn Sie ein Gerät nutzen, wird es meist gewünscht. Einstellungen und Maske sind auf Sie abgestimmt, was die Zeit nach der Operation erleichtert.
Das Risiko hängt weniger von der Erkrankung selbst ab als davon, wie gut sie eingestellt ist und wie vollständig vorbereitet wurde. Deshalb werden Voruntersuchung und fachärztliche Stellungnahme nie übersprungen.


