Die Hautkrebs-Chirurgie beruht darauf, bösartige Hautläsionen (Basalzellkarzinom, Plattenepithelkarzinom und Melanom) mit einem sicheren chirurgischen Sicherheitsabstand vollständig zu entfernen und den entstandenen Defekt mit einer geeigneten Methode zu rekonstruieren. Ziel ist es, einerseits das tumoröse Gewebe mit tumorfreien Rändern zu entfernen und andererseits – insbesondere in sichtbaren Bereichen wie dem Gesicht – Funktion und ästhetische Integrität zu bewahren. Der Behandlungserfolg hängt von der richtigen Diagnose, dem geeigneten Sicherheitsabstand und der pathologischen Beurteilung ab; das Ergebnis variiert je nach Tumortyp und Stadium.
Op. Dr. Mustafa Keles beurteilt jeden Patienten individuell nach Typ, Größe und Lokalisation der Läsion. Die Diagnose wird meist durch Untersuchung und bei Bedarf eine Biopsie gesichert; der Behandlungsplan wird gemeinsam mit Dermatologie und Pathologie, bei Bedarf in einem multidisziplinären Ansatz, erstellt. Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Untersuchung.
Hautkrebsarten und chirurgischer Ansatz
Die Behandlung wird nach Typ, Größe und Lokalisation des Tumors geplant. Die drei häufigsten Typen und ihre chirurgischen Ansätze sind nachstehend zusammengefasst.
Basalzellkarzinom
Es ist der häufigste Hautkrebs, wächst langsam und streut selten. Die Exzision mit geeignetem Sicherheitsabstand ist in den meisten Fällen heilend.
Plattenepithelkarzinom
Es ist der zweithäufigste Typ; das Streuungsrisiko ist etwas höher als beim Basalzellkarzinom. Es erfolgt eine Exzision mit tumorfreiem Rand und bei Bedarf eine Beurteilung der Lymphknoten.
Melanom
Es ist der Typ mit dem aggressiveren Verlauf; die Früherkennung ist entscheidend. Ein weiter Sicherheitsabstand und je nach Stadium eine Sentinel-Lymphknotenbiopsie können in Betracht kommen; die Nachsorge ist multidisziplinär.
Rekonstruktionsverfahren
Nach der Entfernung des tumorösen Gewebes wird der entstandene Defekt nach den Prinzipien der plastischen Chirurgie ästhetisch und funktionell rekonstruiert. Das Verfahren wird je nach Größe, Tiefe und Lokalisation des Defekts ausgewählt.
Primärer Wundverschluss
Bei kleinen Defekten wird die Haut entlang der natürlichen Hautspannungslinien direkt vernäht; die Narbe wird so verborgen wie möglich gehalten.
Lokaler Lappen
An Gesicht, Nase und Augenpartie wird durch Verschiebung benachbarten gesunden Gewebes sowohl die Deckung erreicht als auch das natürliche Erscheinungsbild bewahrt.
Hauttransplantat
Bei größeren Defekten wird der Bereich mit einer dünnen Hautschicht aus einer anderen Körperregion gedeckt; dies wird in geeigneten Fällen bevorzugt.
Informationen zur Operation und Genesung
Die meisten Hautkrebs-Exzisionen werden unter örtlicher Betäubung ambulant (Tagesklinik) und mit Entlassung am selben Tag durchgeführt. Die Eingriffsdauer variiert je nach Größe der Läsion und Rekonstruktionsverfahren; bei kleinen Läsionen ist die Rückkehr zur Arbeit meist innerhalb weniger Tage möglich.
| Dauer | 30 Min. – 2 Stunden (je nach Läsion) |
| Narkose | Lokal (bei Bedarf Sedierung / Vollnarkose) |
| Aufenthalt | Meist ambulant (Tagesklinik) |
| Rückkehr zur Arbeit | 2–7 Tage (je nach Rekonstruktion) |
| Nahtentfernung | 7–14 Tage (je nach Region) |
| Pathologiebefund | Etwa 5–10 Tage |
Exzision und sicherer Sicherheitsabstand
Das tumoröse Gewebe wird mit einem dem Typ entsprechenden sicheren Abstand entfernt und an die Pathologie geschickt. Die meisten Eingriffe werden unter örtlicher Betäubung am selben Tag abgeschlossen.
Genesung und Nahtpflege
Der Wundbereich wird sauber und trocken gehalten, die Verbände werden kontrolliert. Die Nähte werden je nach Region meist am 7.–14. Tag entfernt.
Pathologie und regelmäßige Nachsorge
Die Behandlung wird gemäß dem Pathologiebefund abgeschlossen; durch Sonnenschutz und Hautkontrollen in bestimmten Abständen werden neue Läsionen frühzeitig erkannt.
Häufig gestellte Fragen zur Hautkrebs-Chirurgie
Die meisten Hautkrebs-Exzisionen werden unter örtlicher Betäubung schmerzfrei durchgeführt; bei großen Läsionen oder in empfindlichen Bereichen wie dem Gesicht kann eine Sedierung oder Vollnarkose bevorzugt werden. Ein leichtes Spannungsgefühl danach kann einige Tage anhalten und lässt sich mit einfachen Schmerzmitteln gut kontrollieren.
Das chirurgisch entfernte Gewebe wird an die Pathologie geschickt. Der pathologische Befund bestimmt den Tumortyp, ob die Resektionsränder tumorfrei sind und ob eine zusätzliche Behandlung erforderlich ist. Bei positivem Rand kann eine Nachresektion oder ein zusätzlicher Eingriff geplant werden.
Jeder chirurgische Schnitt hinterlässt eine Narbe; mit plastisch-chirurgischen Techniken und einer Planung entlang der Hautspannungslinien wird die Narbe jedoch so unauffällig und verborgen wie möglich gehalten. Im Gesicht kann eine ästhetische Rekonstruktion mit Lappen oder Transplantat erfolgen; die Narben verblassen im Laufe der Monate deutlich.
Bei Basalzell- und Plattenepithelkarzinomen, die mit tumorfreiem Sicherheitsabstand entfernt wurden, ist die Rückfallrate gering. Dennoch können an derselben oder einer neuen Stelle neue Läsionen entstehen; deshalb sind Sonnenschutz und regelmäßige Hautkontrollen wichtig.
Je nach Tumortyp werden in bestimmten Abständen (in der Regel im ersten Jahr häufiger) Hautuntersuchungen empfohlen. Bei Melanomen wird gemeinsam mit der Dermatologie und bei Bedarf der Onkologie ein engmaschigerer Nachsorgeplan erstellt.
Videoinhalte
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Op. Dr. Mustafa Keles







